Schlagzeilen

Schulstress führt zu Kopfschmerzen – Bei mehr Bewegung schmerzfrei (dpa)

Stress in der Schule kann bei Kindern zu Kopfschmerzen führen. Dies ist ein erstes Ergebnis einer Studie der Universität Göttingen, an der sich mehr als 5000 Familien beteiligt haben. "Kinder mit hoher schulischer Belastung sind eher von Kopfschmerzen betroffen", berichtet die Psychologin Professor Birgit Kröner-Herwig. Wer sich mehr bewege, sei dagegen eher kopfschmerzfrei.
Nach den bisherigen Erkenntnissen der Psychologen treten Kopfschmerzen mit zunehmendem Alter immer häufiger auf. Mehr als zehn Prozent aller 14-jährigen leiden mindestens einmal pro Woche unter entsprechenden Beschwerden. (…)
Thursday., 28. October 2004
 

Die dicken Kinder von Deutschland (Siegener Zeitung)

Verbraucherministerin Renate Künast (Grüne) hat das als ein Problem sozialer Gerechtigkeit bezeichnet. "Wir sehen, dass es viele Kinder aus sozial schwachen Familien sowie Migrantenkinder sind, die an Übergewicht leiden", sagte sie auf dem Gründungskongress des Vereins "Plattform Ernährung und Bewegung" in Berlin. Die Lebensmittel-Hersteller begrüßten die Gründung des Vereins. Unions-Verbraucherschutzexpertin Ursula Heinen hat Künast kritisiert, das an sich gute Projekt der Plattform "mehr ideologie- als erfolgsorientiert" zu behandeln. <…>

Mediziner: Kinder werden immer dicker. Viele hätten später mit Diabetes, psychischen Störungen oder Problemen mit Knochen und Gelenken zu kämpfen. "Die Behandlung und Prävention muss deshalb unbedingt im Kindesalter einsetzen", sagte Misselwitz. <…> Auch in Großbritannien schrillen inzwischen die Alarmglocken. Viele dicke Kinder sterben nach Expertenerkenntnis wegen schwerer Gesundheitsprobleme im Erwachsenenalter noch vor ihren Eltern. Colin Waine, Direktor des nationalen Übergewichtsforums in Großbritannien, sagte, übergewichtige Kinder hätten ein um bis zu 20 Prozent höheres Krebsrisiko als schlanke Erwachsene. <…> Jüngste Forschungsergebnisse zeigten einen beunruhigenden Zusammenhang zwischen Fettleibigkeit in der Kindheit und Krebs bei Erwachsenen. So sei das Krebsrisiko für einen dicken Jungen um 14 Prozent höher, bei Mädchen sogar um 20 Prozent. "Dies sind schockierende Statistiken", sagte der britische Gesundheitsexperte. <…>

Der Chef das AOK-Bundesvorstands, Hans-Jürgen Ahrens, forderte die Bundesländer auf, in Schulen nicht auf den Sportunterricht zu verzichten. Dies würde das Übergewichtsproblem verschlimmern. Eine von der AOK initiierte Studie des Wissenschaftlichen Instituts der Ärzte Deutschlands zeige, dass in der Schule immer weniger Sport getrieben werde. So hätten nur 35 Prozent der 11- bis 15-jährigen Schüler mindestens drei Stunden Sportunterricht in der Woche, im Jahr 2001 habe der Anteil noch bei 40 Prozent gelegen. Die Folge ist ein messbarer Rückgang der Fitness in dieser Altersgruppe. "Damit rollt eine Gesundheitskatastrophe auf Deutschland zu", so Ahrens.
Thursday., 30. September 2004
 

Nicht so fit, wie sie glauben <…> (dpa)

Deutschlands Kinder sind oft zu dick, gucken zu viel TV und lesen weniger denn je - so lauten gängige Klischees. Doch aktuelle Studien lassen wenig Zweifel daran, dass sie in vielen Fällen stimmen. Und: Der Abstand zwischen den Besten und den Schlechtesten wird größer.
Beobachtung auf einem Indoor-Spielplatz: Ein etwa siebenjähriges Mädchen klettert umständlich einen fünfsprossigen Turnbock hoch. Es wiegt mindestens 30 Kilogramm und versucht, die in geblümten Leggings steckenden Beine auf die oben angelegte Holzbank zu schwingen und herunterzurutschen. Es scheitert.
Was auf den ersten Blick wie ein Wust verschiedener Probleme aussieht, hängt durchaus miteinander zusammen. "Etwa ein Fünftel aller Schulanfänger ist bereits viel zu dick", berichtet Antje Gahl von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung. Ein weiteres Fünftel steht an der Schwelle zur Fettleibigkeit. <…> Im Osten Deutschlands ist die Tendenz sogar noch stärker: Allein zwischen 1975 und 1995 hat sich etwa in Jena die Zahl übergewichtiger Schulkinder verdoppelt.
Familiäre Vorbilder, falsche Ernährung und vor allem mangelnde Bewegung haben die Wissenschaftler für diesen Trend ausgemacht. <… > Immer deutlicher werden seitdem zwei Dinge: "Es gibt vor allem bei den Jungs einen deutlichen Hang zur Selbstüberschätzung", sagt Zens. Zwei Drittel der Jungen und gut die Hälfte der Mädchen hielten sich für wesentlich fitter, als dann der Test bewies. Zudem klafft die Spanne zwischen den Unsportlichen und den Sportlichen, die zum großen Teil auch in Vereinen aktiv sind, immer weiter auseinander. "Unsere Untersuchungen haben gezeigt, dass dem Schulsport eine immense Bedeutung zukommt <…>".
Ein Grund für die dick und krank machende Bewegungsarmut ist der Fernsehkonsum. Auch 2003 nahm die Flimmerkiste Platz eins der Freizeitbeschäftigungen der Kinder ein, heißt es in einer Studie des Medienpädagogischen Forschungsverbunds Südwest. Von den knapp vier Stunden Freizeit, die sechs- bis 13-Jährige im Durchschnitt pro Tag haben, verbringen sie mehr als eineinhalb Stunden vor dem Fernseher. Oder anders ausgedrückt: 78 Prozent tun es jeden oder fast jeden Tag. Im Vergleich dazu: Nur 13 Prozent greifen quasi täglich zum Buch – und das nur für etwa eine halbe Stunde...
Wednesday., 08. September 2004


 
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07.07.2004 Kleine Tiger wollen toben – <…> Bewegungsmangel bei Kindern (Münchener Woch...
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11.01.2003 Wer als Kind mal auf einen Baum geklettert ist,... (Wiesbadener Tagblatt)
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02.01.2003 Was können die Eltern für Kinder tun? (Nordkurier)
28.02.2002 Psychomotorischer Förderunterricht als Konsequenz gegen Bewegungsauffälligkeit...
11.01.2002 Katastrophale Situation des Schulsports (Wiesbadener Kurier)
22.09.2001 Heftige Proteste gegen Abwertung von Sportstunden (Lippische Zeitung)
17.09.2001 Aktion zur Förderung der olympischen Werte in Schulen (dpa)
15.09.2001 Kaum einer kommt die Kletterstange hoch (Rheinpfalz-Zeitung)
05.05.2000 Der Schulsport geht an Krücken (NW Bielfeld)