Erst im Nachhinein wurde bei zufälligen Durchforstungen der Listen auf der Homepage der LG Südsauerland festgestellt, dass Trainer Walter Vollmerhaus in seiner Nachwuchsgruppe der sechs- bis neunjährigen Mädels und Jungs vom Stammverein TV Kirchhundem eine neue Kreisrekordhalterin zu vermelden hat. Die junge Dame heißt Johanna Nies ist acht Jahre alt und wohnt in Rahrbach. Leider haben wir kein Foto der jungen Sportlerin.
Bei den Kreis-Langstreckenmeisterschaften, die in diesem Jahr erstmals zusammen mit dem Kreis Siegen in Geisweid ausgetragen wurden, belegte Johanna die 800m-Mitteldistanz und nutzte die guten Bedingungen und die motivierende Konkurrenz zu einem Top-Lauf über die zwei Stadionrunden. Damit verbesserte sie die vormalige Marke der Fretteranerin Sophie Gunkel auf nun 3:05,64 Minuten. Glückwunsch!
Freitag., 20. November 2009
Mit guten Ergebnissen kehrte Nachwuchs-Trainer Walter Vollmerhaus mit seinen Schützlingen von den Kreis-Crosslaufmeisterschaften in Fretter zurück.
Neben Sonja Ilic (W8 / Platz 5) konnten auch Johanna Nies (3. Pl./W8) und Alissa Radziewski (3. Pl./W9) gute Plätze erlaufen und eine Urkunde mit nach Hause nehmen. Vizemeisterin wurde bei den Schülerinnen W9 Helena Kaiser.
Mit Helena Grap aus Kirchhundem hatte Walter Vollmerhaus aber darüber hinaus auch noch eine frisch gebackene Kreismeisterin „im Gepäck“. Helena holte bei den Schülerinnen W9 den Titel. In 2:58 min blieb Helena als Einzige der Truppe sogar unter der 3 Minuten-Grenze und lief die zweitbeste Zeit des gesamten Tages über die Cross-Dstanz von 600m. Ihre Zeit hätte auch in den beiden älteren Wettkampfklassen W10 und W11 noch zum Titel gereicht!
In der Klasse der Schülerinnen W8 konnte Charlotte Schürmann ferner den siebten und Lisa Tilker den achten Rang erreichen.
(Bild wird nachgereicht).
Samstag., 22. November 2008
Mit einer schlagkräftigen Gruppe von acht Mehrkämpfern/innen brach die LG Südsauerland am letzten September-Wochenende ins rheinlandpfälzische Diez bei Limburg auf. Im LGS-Bulli herrschte bereits auf dem Hinweg gute Stimmung. Als Trainer Christian Kramer am Sonntagabend mit zahlreichen Bestleistungen und einem überragenden Michael Hombach zurückkehrte zeugten bereits die Gesänge („Hombach-Hombach-Hombach – Tä-tä-rääää…“) davon, dass man sportlich und teammäßig ein klasse Wochenende erlebt hatte.
Mit zwei Zehnkampf-Mannschaften (3er-Teams) der Männer, einem A-Jugendlichen Zehnkämpfer und einer A-Jugendlichen Siebenkämpferin ging man nach vielen Wochen Techniktraining in den Wettkampf, der auch den Abschluss der Bahnsaison darstellen sollte. Oberstes Ziel war das Durchkommen. Verletzungsfrei und ambitioniert bis zu zehn Disziplinen zu überstehen ist an sich bereits eine Leistung.
Was dann Michael Hombach an den beiden Tagen leistete, brachte ihm das Prädikat „Teufelskerl“ ein.
Nach vier Disziplinen des ersten Wettkampftages legte er in 51,85 sec über die abschließenden 400m noch eine Saisonbestleistung auf´s Parket. Ein ähnliches Bild ergab sich über die 1500 Meter am Ende des zweiten Tages: Hier lief er, dem Feld weit enteilt, eine klasse Zeit von 4:29,25 Minuten. Dies nach zwei anstrengenden Wettkampftagen, die vor allem durch einen kraftraubenden Hürdensprint sowie langwierige Hoch- und Stabhochsprungwettbewerbe in der prallen Sonne geprägt waren.
Aber der Reihe nach: In 12,01 sec legte der Student aus dem LGS-Stammverein TV Olpe direkt am Anfang seine beste 100m-Zeit innerhalb eines Zehnkampfes zurück. Es folgten persönliche Bestleistungen im Weitsprung und Kugelstoßen und ein für ihn solides Hochsprungergebnis von 1,67 Metern. Als dann die Zeitmessung nach 51,85 sec über die Stadionrunde stehen bleib, herrschte Staunen im vorbildlich ausgestatteten vom Wald umringten Diezer Stadion.

1-0-6-7 Millimeter - FULL METAL HURDLES - The incredible Houmi at work... (vorne)
Den zweiten Wettkampftag begann Hombach standesgemäß mit einer persönlichen Bestleistung von 17,87 sec über die 110m Hürden. „In den nachfolgenden Wurfdisziplinen Diskus und Speer hat Micha noch viel Luft nach oben“, kommentierte Trainer Christian Kramer und machte damit deutlich, dass unter 25m im Diskus- und unter 40m im Speerwurf zum jetzigen Zeitpunkt in Ordnung aber natürlich ausbaufähig sind. Inmitten der Wurfdisziplinen legte Michael Hombach im Stabhochsprung die entscheidenden Weichen Richtung 5000-Punkte-Marke. Mit einer bisherigen Bestleistung von 2,00 m ging er in diese Disziplin und kam fast als 3m-Springer (2,95 m) wieder heraus. Die Trainings an der nach Vandalismusattacken weitestgehend wieder funktionsfähigen Stabhochsprunganlage in Grevenbrück hatten ihre Wirkung gezeigt. Mit 5.176 Punkten beendete Michael Hombach seinen erst zweiten Zehnkampf und ist damit der erste 5000-Punkte-Zehnkämpfer der LG Südsauerland!
Auf dem Weg zu 5000 Punkten befindet sich auch Torsten Matzke, der nach genau einjähriger Verletzungspause mit diesem Zehnkampf wieder ins Wettkampfgeschehen zurück kehrte. „Bei den Laufdisziplinen und im Weitsprung ist sein Trainingsrückstand deutlich zu sehen“, so Trainer Kramer.
Mit 12,39 sec über 100 und 57,15 sec über 400 Meter ist er eine bzw. fünf Sekunden von seinem vormaligen Leistungsvermögen entfernt. Im Stabhochsprung setzte Matzke jedoch ein Ausrufezeichen und sprang mit 3,45 Metern bis auf fünf magere Zentimeter an seine Bestmarke heran.

Überzeugte: Florian ("Flow").
Überhaupt war es der Stabhochsprung, der dem gesamten Wettkampf den entscheidenden Kick gab. Eine Bestleistung fiel nach der anderen. Vorher hatte die LG Südsauerland mit Torsten Matzke, Michael Kluge und Serkan Memed drei „3-Meter-Springer“. Nun gesellt sich der A-Jugendliche Florian Tomaschewski mit 3,05 m dazu. Und auch Michael Hombach sowie Trainer Christian Kramer kamen mit 2,95 Metern nahe an diese Marke. Gleich bei seinem ersten Stabhochsprungwettkampf konnte LGS-Neuzugang Stephan Wimmer ferner 2,45 m für sich verbuchen. Er feierte mit 4030 Punkten ebenso wie Olaf Szymczak (3634 Punkte) ein solides Zehnkampf-Debüt.
Da Marie Schwermer urlaubsbedingt fehlte, ging die Meggenerin Sabrina Cordes als einziges LGS-Mädel im Siebenkampf an den Start. In Führung liegend startete sie mit einem Aussetzer vor Hürde acht unglücklich in den ersten Wettkampftag, rettete sich aber noch in 20,39 sec ins Ziel. Ein Ergebnis unter 18 Sekunden wäre möglich gewesen (Trainer Kramer). Mit 27,53 sec beendete sie den ersten Tag dann jedoch mit ihrem besten 200m-Ergebnis innerhalb eines Mehrkampfes. Nach 4,34 m im Weitsprung und einem Sicherheitswurf mit dem Speer aus dem Stand (nach zwei ungültigen Versuchen) beendete sie ihren Siebenkampf mit einer persönlichen Bestleistung (2:41,95 sec) über 800 Meter. 2796 Punkte waren für sie wie auch 4150 Punkte für Teamkamerad Florian Tomaschewski der Lohn für zwei anstrengende Tage.
Die LGS-Männer gingen mit zwei Team-Wertungen aus dem Wochenende. Das Team LG Südsauerland I mit Michael Hombach, Stefan Wimmer und Torsten Matzke stellte mit 13.223 Punkten einen neuen Mannschaftskreisrekord auf. LG Südsauerland II (Christian Kramer, Serkan Memed und Olaf Szymczak) kamen auf 10.938 Punkte. Nach dem aus dem Kinofilm Cool Runnings entlehnten Song des Vorjahres („Man wer hätte das gedacht: Die LGS hat ´ne Zehnkampfmannschaft!“) suchen die Mehrkämpfer rund im „Teufelskerl“ Michael Hombach nun nach einer neuen Song-Variante…

Rolling, rolling, rolling... Torsten Matzke schwingt sich auf in luftige Höhen.
Mittwoch., 15. Oktober 2008